Weblog einer Frau und Domina
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update
Manchmal stellt das Parallel-Dasein als Studiobetreiberin im Laufe der vielen Jahre in dieser Betätigung den eigenen Idealismus ganz schön auf die Probe und schmälert die Leichtfüßigkeit, besonders im Vergleich zu einer „freien“ Domina, die neben sich selber keine weiteren Verpflichtungen hat.
So habe ich die letzten Monate mein professionelles Leben in erster Linie durch die Ausbildung bestimmen lassen. Einerseits bedeutet das tagefüllende Arbeit in umfassenden Vorbereitungen und endlos vielen Lektionen, die ich den lernenden Damen zugutekommen lasse. Das bedeutet viele unerfreuliche Mailwechsel und Telefonate mit Herren, die sich für Übungsobjekte halten und in der Summe unverschämt erscheinende Forderungen äußern. Das bedeutet, im Verlauf der Zeit erkennen zu müssen, dass man sich mal wieder in jemandem getäuscht hat, indem man die Mühe vergeblicherweise in eine Kollegin investiert hat, die sich spontan und richtungslos durch ihr Leben treiben lässt.
Andererseits bedeutet das aber auch, dass jede einzelne Session, die ich dazwischen selber annehmen konnte, als Erlebnis umso wertvoller für mich wird. Das bedeutet, dass sich einige wenige Herren als zuverlässige Übungsobjekte quasi dem Haus verbinden. Das bedeutet, dass sich die zuverlässigen Kolleginnen herauskristallisieren.
Und dann sehe ich die Menschen, die außerhalb meines Studios mein Leben bereichern, zuvörderst mein geliebter F. und natürlich Zarah.
Und jetzt muss ich gewahr werden, wie sehr die Hintergrund-, Organisations- und Studioarbeit den Menschen und die Domina Marfa eingeschränkt haben – nicht nur, dass ich weder die Zeit, Energie und Gelegenheit gefunden habe, das Weblog zu pflegen, sondern sogar, dass ich mich weniger um mich selber gekümmert habe als um das Studio.
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Wofür so ein Jahreswechsel nicht gut ist …
Während fleißig im Hintergrund alle Vorbereitungen für einen schönen Jahreswechsel mit und von Meinem getroffen wurden, nahm ich mir die Zeit, noch mal mein Weblog zu durchforsten, sozusagen Tagebuch lesen für Erwachsene, und da fielen mir eine Menge schöne und leider auch sehr traurige Begebenheiten wieder ein. So verlor ich vor Jahren meine beiden liebsten Freundinnen Donna und Lady. Es kamen und gingen leider auch wieder Gäste, die ich eine Zeit lang begleiten durfte, bevor sie meist aus Karrieregründen den Aufenthaltsort wechseln mussten. Einige zweifelhafte Charakter unter den Sklaven oder sonstigen Geistern blieben leider dafür hartnäckig seit langem erhalten. Viele Damen kamen, um ihre Dominanz professionell auszuleben und einige wenige blieben der Profession treu, wenn auch meist an anderen Orten und mit anderem Fokus, während den meisten der Beruf dann doch viel zu mühsam war.
Aber zwei wesentliche Begegnungen sind seit langen Jahren stabil, besser noch, haben sich über die Jahre traumhaft entwickelt. Da ist zum einen meine Freundin Madame Zarah. Natürlich kannte ich sie indirekt über ihren Ruf und ihre Veröffentlichungen schon lange, als ein ganz besonders unverschämter Gast versuchte, sie während ihres langen krankheitsbedingten Ausfalls als Argument und Druckmittel zur Preisminderung „gegen“ mich einzusetzen. Erbost über diese Dreistigkeit schrieb ich seinerzeit einen Eintrag hier, den Zarah las und mich dann anrief, um die Sache von ihrer Warte klarzustellen. Das war der Beginn einer wunderbaren und immer noch wachsenden Freundschaft.
Und wo ich jetzt Meinen den Korken knallen lassen höre, ist als letztes und wichtigstes Element in meinem Leben, mein geliebter F., zu nennen. Nicht stabil ist unser Verhältnis geblieben, nein mehr und immer tiefer und intensiver wurde unsere Zuneigung und Verwobenheit miteinander und unsere gegenseitige Befruchtung auf dem Weg zu UNSEREM SM voller Respekt und Hingabe.
Und quasi in guter alter Tradition habe ich für euch das Bild des Jahres, diesmal leider kein Sonnenuntergang, weil von Wolken verhangen, sondern dafür ein goldener Nachmittag.

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Zur Erinnerung
Auch ohne großes Tamtam geht das stetige Bemühen um Neuerungen und Interessantes weiter, und so darf ich mit Dank an die betreffenden Akteurinnen nochmals auf meinen Weblogeintrag vom 27.09.2010 hinweisen - nehmt meinen Dank getrost an, Mädels, ihr habt ihn euch redlich verdient.
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Rutenfest ...
... mit Madame Zarah und Lady Marfa - am 06.12. 2010
Und da wir uns erneut zu diesem gemeinsamen Special entschieden haben, bleiben wir unserem Vorhaben und somit auch unserem Text vom vergangen Jahr treu, welcher lautete:
Rutenfest mit Madame Zarah und Lady Marfa
So lautete bereits in den 2 vergangenen Jahren die Kunde und so wird es nunmehr wiederholt verkündet (mit entscheidender Erweiterung am Ende dieser Verlautbarung):
Nur die Harten komm(en) in (den) Garten ... und die Weiche(re)n unter die Beetfolie;
So wird Mann denken, wenn er als potentieller Gast dieses Angebot liest:
Madame Zarah und Lady Marfa toben sich auf deinem Hintern aus...
Anlässlich des bevorstehenden Feiertags des Knecht Rupprecht wollen wir uns und selbstredend auch euch eine Freude bereiten, indem wir die Ruten durch unseren gekonnten Einsatz ehren.
Und ihr - nun ihr - dürft uns dabei helfen.
Im Bewusstsein eurer zahlreichen Vergehen des vergangenen Jahres, die wir auf eurem Kerbholz wähnen, dürft ihr eure Kerben am Montag den 06.12.2009, ab 13 Uhr (bis 20 Uhr) ableiden. Also gerade rechtzeitig, um dem Rupprecht einen Waffenstillstand abzuhandeln.
Da wir nicht nur die Anzahl der jeweiligen individuellen Schuld hoch schätzen, sondern auch die Zahl der Schuldigen, wird ein entsprechend großer Raum benötigt, in dem sich die Büßer versammeln können. Prädestiniert ist der Dominaraum im Studio Labyrinth, Mühlenhagen 126, 20539 Hamburg. Selbstverständlich helfen wir aber auch gern dem Herrn weiter, der eher still für sich und nicht im größeren Kreis seine Schuld und Scham abbüßen möchte. Ausreichend weitere Räume stehen dafür zur Verfügung
Für die erste umfangreiche Salve, sozusagen die für Grundbuße eines jeden Sünders, einsichtigen Mannes, fehlbaren Sklaven oder leidensfähigen Masochisten, stellen wir den Sack der Nikolisa auf, in welchem ein Grundobolus von 20 Euro pro Anwärter zu entrichten ist.
Und damit du deine 20 Euro im richtigen Säckchen weißt, sind dir mit diesem Obolus die ersten 20 Schläge als Grundbuße zugesprochen.
- Und danach ? - Nun danach hilft nur noch dein lautes Mitzählen bei den einzelnen Rutenschlägen - denn danach kostet dich jeder weitere 20er Satz Hiebe 5 Euro.
(Auf besonderen Wunsch können die Ruten auch gegen andere, formschöne Schlaginstrumente ausgetauscht werden.)
Aber auch anders Veranlagten wollen wir in die adventliche Zeit helfen. Ob deine Neigung nun dem Bondage gilt, Trampling, CBT und Nippeltorture, Stromspielen, Inhaftierung, Feminisierung oder ob du einer anderen Veranlagung frönst, die sich in unseren Spielarten wiederfindet, so bist du herzlich zu diesem ausgedehnten Vergnügen eingeladen. (Der Preis für dieses spezielle Nikolauskränzchen wurde dem Festtag angepaßt und wird von uns gerne telefonisch benannt.)
Fühle dich demnach herzlich willkommen deinen eigenen Ablassbrief in der Vorweihnachtszeit bei Madame Zarah und Lady Marfa auszulösen.
Einladende Grüße hinterlassen Madame Zarah und Lady Marfa, die auf den neuen Bock einladen

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It was the best of times, it was the worst of times, ...
Es war die beste Zeit, es war die schlimmste Zeit; es war das Zeitalter der Weisheit, es war das Zeitalter der Torheit; es war die Epoche des Glaubens, es war die Epoche des Unglaubens; es war die Zeit des Lichtes, es war die Zeit der Finsternis; es war der Frühling der Hoffnung, es war der Winter der Verzweiflung; wir hatten alles vor uns, wir hatten nichts vor uns; wir gingen alle direkt in den Himmel, wir gingen direkt den anderen Weg (Charles Dickens)
So und nicht anders kann ich meine letzten Wochen beschreiben. Und das erklärt hoffentlich auch meine Abstinenz hier im Schreiben. So viel ist inzwischen passiert, was mich in meiner Welt und in meinem Selbstverständnis noch tiefer gefestigt hat, sowohl privat mit meinem geliebten F., als auch mit meinen zuverlässigen Kolleginnen, allen voran Lady Saba, die mir mit ihrem guten Freund T. äußerst hilfreich zur Seite stand.
Darüber hinaus im Studio genoss ich den frischen Wind, den Domaitresse Alexandra während ihrer Anwesenheit mitbrachte, auch wenn eine neue Dame, die das erste Mal zu Gast ist, immer erhöhten Arbeitsaufwand für mich bedeutet, so mache ich es doch sehr gerne. Und auch Lady Justizia brachte wieder einiges von ihren Reisen mit.
Außerdem habe ich mich entschlossen, mit meinem Ausbildungsangebot an die Öffentlichkeit zu gehen, denn das ist neben meinen eigenen Spielen mit Gästen und meinen Tätigkeiten als Studiobetreiberin ein Bereich, der mir ausgesprochen liegt und den ich sehr gerne ausübe. Vernetzung, gute Zusammenarbeit und besonders, in unserem Falle, echte Freundschaft haben sich wieder als enorm wertvoll erwiesen, als ich durch einen gar nicht so kleinen Anstoß Madame Zarahs meinen Entschluss zur "Ausbildungsoffensive" fasste.
Dazu später mehr.
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